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Glossar

 

Unter Abschrecken versteht man im Allgemeinen das schnelle Abkühlen von Metallen und Legierungen auf eine Temperatur unterhalb des Umwandlungspunktes, um sie zu härten.

 

Anlassen ist ein Wiedererwärmungsverfahren, das die Dehnbarkeit und Schlagfestigkeit einer gehärteten Struktur (Martensit) erhöht. Die Mikrostruktur von abgeschrecktem und angelassenem Stahl bezeichnet man als angelassenes Martensit.

 

Der Curie-Punkt (auch Curie-Temperatur genannt) ist die Temperatur, bei der die magnetischen Eigenschaften von bestimmten magnetischen Stoffen drastisch verändert werden. Spezifizierung: die Temperatur, bei der ein Übergang zwischen der ferromagnetischen und der paramagnetischen Phase stattfindet. Oberhalb des Curie-Punktes ist ferromagnetisches Material ausschließlich paramagnetisch.

 

Die Eindringtiefe ist der Abstand von der Oberfläche bis zu der Tiefe, in der die Stromdichte auf 37 Prozent abgefallen ist. Die Eindringtiefe nimmt mit abnehmender Frequenz zu. Es ist unbedingt erforderlich, die Frequenz unter Berücksichtigung der Dimensionen und elektrischen Eigenschaften des zu erwärmenden Objektes auszuwählen.

 

Elektromagnetische Induktion ist die Erzeugung einer elektrischen Potentialdifferenz bzw. Spannung in einem Leiter, der sich in einem verändernden Magnetfeld befindet.

 

Flussmittel werden beim Hartlöten verwendet, um Oxide zu entfernen, Oxidation zu verhindern und die zu verbindenden Bereiche anzufeuchten. Überschüssige Flussmittel sollten nach dem Lötvorgang entfernt werden. In der Lötzone verbleibende Flussmittel können zu Korrosion führen.

 

Der Frequenzumrichter ist die Energiequelle, die den hochfrequenten Wechselstrom liefert. Moderne Frequenzumrichter für die Induktion basieren auf der Halbleitertechnologie.

 

Glühen ist eine Wärmebehandlung, bei der die Mikrostruktur eines Materials verändert wird. Dies bewirkt Veränderungen in den Eigenschaften des Materials, wie zum Beispiel Stabilität und Härte. Es ist ein Verfahren, bei dem ein Gleichgewicht erzeugt wird, indem ein Material angewärmt und bei einer geeigneten Haltetemperatur gehalten wird, um dann wieder sehr langsam abgekühlt zu werden. Das Verfahren wird verwendet, um das Material weicher zu machen, innere Spannungen zu verringern, die Struktur zu verfeinern und die Eigenschaften bei der Kaltbearbeitung zu verbessern.

 

Hartlöten ist ein Verbindungsverfahren, bei dem ein nicht eisenhaltiges Füllmetall oder eine nicht eisenhaltige Legierung bis zum Schmelzpunkt über 450°C (800°F) erwärmt wird und zwischen zwei oder mehreren eng aneinander gefügten Teilen durch Kapillarwirkung verteilt wird.

 

Eine Induktionsspule ist eine Spule, die hoch- oder mittelfrequenten Wechselstrom führt. In metallischen Werkstoffen werden Wirbelströme induziert, wenn sie dem elektromagnetischen Wechselfeld dieser stromdurchflossenen Spule (Induktor) ausgesetzt sind. Die Wirbelströme erwärmen das Metall durch die entstehende Verlustwärme. Dabei ist die Stromdichte an der Metalloberfläche am größten (Skineffekt).

 

Induktive Erwärmung ist ein Verfahren zur Erwärmung von elektrisch leitendem Material durch elektromagnetische Induktion, wobei Wirbelströme im Material erzeugt werden und dessen Widerstand zu der Erwärmung führt.

 

Induktives Oberflächenhärten ist das Verfahren zum Härten der Oberfläche von Werkstücken aus Stahl oder Gusseisen. Dabei wird nur die Oberfläche erwärmt, um nach dem Abschrecken eine martensitische Mikrostruktur im erwärmten Bereich zu erzeugen.

 

Kleben (Bonding, Vorgelieren) ist die strukturelle Verbindung von Teilen durch Klebstoff, der bei erhöhter Temperatur ausgehärtet wird.

 

Das Nachwärmen von Schweissverbindungen erfolgt unmittelbar nach dem Schweißen, um das Material anzulassen, Spannungen zu verringern oder um eine kontrollierte Abkühlungsrate zu erzielen. Damit werden Aufhärtungen oder spröde Strukturen vermieden.

 

Unter Normalisierung versteht man die Erwärmung einer eisenhaltigen Legierung auf eine geeignete Temperatur oberhalb des Umwandlungspunktes und die anschließende Abkühlung an der Luft auf eine Temperatur, die erheblich unterhalb des Umwandlungspunktes liegt. Stahl wird normalisiert, um die Korngröße zu verfeinern, die Struktur einheitlicher zu machen oder die Eignung zur maschinellen Verarbeitung zu verbessern.

 

Rohrschweißen ist im Zusammenhang mit Induktion eine Methode zum Längsnahtschweißen von Rohren, Rohrleitungen und Profilen aus Stahl und Aluminium mit Hilfe von Induktionsspulen oder elektrischen Kontakten. Das Rohmaterial wird in Streifen von einer Breite und Dicke gerollt und zugeschnitten, die den Dimensionen des fertigen Produktes entsprechen. Der Streifen wird einer Form- und Schweißanlage zugeführt und von Walzen geformt, bevor die Kanten zusammengeschweißt werden. Der Schweißvorgang erfolgt ohne Schweißmittelzusatz, da die Kanten auf die Schweißtemperatur erwärmt und zusammengepresst werden.

 

Rostfreier Stahl ist eine gängige Bezeichnung für Stahllegierungen, die gegen Korrosion und Oxidation (Rost) widerstandsfähig sind. Diese umfassen normalerweise:

 

  • Austenitischer Stahl – die größte Kategorie der rostfreien Stähle, die 70 Prozent der gesamten Produktion ausmacht. In der Gruppe der rostfreien Stähle weisen die austenitischen Stähle den höchsten Korrosionswiderstand aufgrund ihres erheblichen Gehalts an Nickel (Ni) und eines hohen Anteils an Chrom (Cr) auf. Der Stahl ist nicht magnetisch und hat keinen Curie-Punkt.
  • Ferritischer Stahl – die zweitgrößte Kategorie der rostfreien Stähle, die ungefähr 25 Prozent der Produktion ausmacht. Ferritische rostfreie Stähle sind reine Chromstähle (Cr) ohne nennenswerten Nickelgehalt (Ni). Das Fehlen von Nickel führt zu einem geringeren Korrosionswiderstand als dem der austenitischen Stähle (rostfreie Stähle mit Chrom- und Nickelgehalt). Der Stahl ist magnetisch und hat einen Curie-Punkt.
  • Martensitischer Stahl – eine kleine Kategorie der rostfreien Stähle, gekennzeichnet durch den Einsatz der Wärmebehandlung zum Härten und Richten. Martensitische rostfreie Stähle sind reine Chromstähle (Cr) ohne nennenswerten Nikkelgehalt (Ni). Der Stahl ist magnetisch und hat einen Curie- Punkt.

 

Das Vorwärmen erfolgt bevor das Material einem speziellen Erwärmungsprozess mit hohen Temperaturen oder einem mechanischen Prozess unterzogen wird.

 

Weichlöten ist ein Verfahren zum Löten bei niedrigen Temperaturen unter Verwendung eines Lotes mit einem Schmelzpunkt unter 450 °C (800 °F).

 

Ein Wirbelstrom wird in metallischen Werkstücken durch ein sich zeitlich änderndes Magnetfeld erzeugt.